Therapie beim Knochenmarksödem

Ein Knochenmarködem ist eine vermehrte Wasseransammlung im Knochen.
Es gibt viele Ursachen wie Knorpelschäden, Arthrose, Frakturen, Überlastungen von Gelenken oder schwere Verstauchungen.
Es kommen jedoch Ödeme vor, die aus ungeklärter Ursache auftreten.

Knochenmarködeme treten vermehrt im Bereich des Hüft- und Kniegelenks sowie an Fuß- und Sprunggelenk auf.
Ebenso kann ein Knochenmarködem in Folge einer Verletzung wie Meniskusriss oder Kreuzbandriss auftreten.

Die Diagnosestellung erfolgt anhand des MRT-Befundes.
Die Art der Therapie orientiert sich an der Ursache, Schwere der Knochenschädigung und der klinischen Symptomatik.

Konservative Therapie

Frühzeitige Mobilisierung unter Entlastung der betroffenen Gelenke für etwa 6 Wochen.

Medikamentöse Therapie

Traumatische Knochenmarködeme:
  • In der akuten Phase Analgetika=Schmerzmittel, wobei aufgrund ihres negativen Einflusses auf die Knochenheilung auf nicht-steroidale Antiphlogistika verzichtet werden sollte.
  • Infusionstherapie über 5 Tage
  • Gegebenenfalls ergänzend 1.000 mg Kalzium und (in den Wintermonaten) Vitamin D3

Metabolisches Knochenmarködem:
  • Nicht-steroidale Antiphlogistika in Kombination mit Entlastung stellen die Therapie der ersten Wahl dar
  • Gegebenenfalls Gabe von Vitamin D3 und Kalzium
  • Infusions-Therapie (ausschließlich unter stationären Bedingungen) insbesondere bei ausgeprägtem Nachtschmerz

Operative Therapien

  • Intraosseos Bio Filler
  • OP-Technik bei Knochenmarkschädigung – Subchondroplastie


Intraosseos Bio Filler

Bei dieser ganz neuen Methode werden Stammzellen (wie bei einer Knochenmarktransplantation) aus dem Beckenkamm entnommen und sofort mit einem speziellen Apparat bearbeitet.

Im Vergleich zur herkömmlichen ACP-Eigenbluttherapie, werden nur ganz bestimmte Wachstumsfaktoren aus dem Blut ausgelöst und konzentriert, welche für die Heilung besonders vorteilhaft sind. Diese werden dann in das Knochenmarködem injiziert.

Bilder: Arthrex

OP-Technik bei Knochenmarkschädigung – Subchondroplastie

Eine Subchondroplastie bei Vorliegen eines transitorischen Knochenmarködems kann den Krankheitsverlauf abkürzen.

Unter einer Subchondroplastie versteht man das Auffüllen des Knochenmarködems mit einer speziellen Flüssigkeit, die einerseits das Knochenmarködem entfernt und andererseits den angrenzenden Knorpelbelag stützt.
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